Unsere Schleswig-Holstein Tipps

Moin,

nach einer etwas längeren Sommerpause melde ich mich mit unseren Tipps für euren Urlaub in Schleswig-Holstein zurück. Wir haben die letzten Wochen im schönen Norden verbracht. Auch wenn das Wetter typisch norddeutsch – jeden Tag mindestens ein Regenschauer – war haben wir die Zeit dort sehr genossen. Also dachte ich schreibe ich euch mal ein paar Tipps zusammen, falls ihr euren nächsten Urlaub auch dort verbringen möchtet.

Unsere Unterkunft: Sehestedt und Umgebung

Unsere Unterkunft lag total idyllisch in Sehestedt, einem kleinen Ort, der durch den Nord-Ostsee-Kanal getrennt wird. Täglich wurde man von Rehen und Hasen begrüßt, wenn man sich auf den Weg zu einem Ausflug machte. Die Unterkunft hatte alles, was man so braucht. Wenn man abends noch einen kleinen Hunger hatte, konnte man mit der Fähre (kostenlos und Wartezeit nicht länger als 10-15 Minuten) auf die andere Kanalseite fahren, um dort im Imbiss eine große Portion Pommes, oder ein Fischbrötchen und ein Alsterwasser (Radler) oder einen Küstenmix (Spezi) zu holen. Sich dann an den Kanal setzen und die großen und kleinen Schiffe beobachten. Nicht weit von Sehestedt gibt es auch ein sehr gutes Fischrestaurant: Brauers Aalkate. Hier gibt es frischen, lecker zubereiteten Fisch. Es empfiehlt sich vorher zu reservieren, denn es ist immer gut besucht. Sollte man eher Lust auf etwas Süßes für den Nachmittag haben, besucht man am besten den Erdbeer- & Himbeerhof Steinwehr. Hier gibt es selbstgemachte frische Waffeln und Kuchen und natürlich, je nach Saison, Erdbeeren und Himbeeren. 20 Minuten entfernt liegt Eckernförde. Dort findet man eine schöne kleine Fußgängerzone mit besonderen Geschäften. Es lohnt sich ein Besuch in der Bonbonkocherei Hermann Hinrichs und im dazugehörigen Schokoladenladen.

Flensburg und Sonderburg

In 1,5 Stunden ist man mit dem Auto auch schon in Dänemark. Wir haben im schönen Städchen Sonderburg gefrühstückt. Hier ist das Café Kislings sehr zu empfehlen. Das Städchen ist sehr schön, bunte Häuser und Dänischer Flair. Auch wenn die Stadt relativ groß ist, wirkt sie eher wie ein kleines gemütliches Städtchen. Leider gibt es wiedererwartend keine süßen kleinen Deko- und Einrichtungslädchen, sondern hauptsächlich Klamottenläden und Gastronomie. Daher reicht es auch maximal 2-3 Stunden einzuplanen. Trotzdem kann man schön am Hafen entlang schlendern und den Ausblick über das Meer genießen. Wenn man skandinavische Süßigkeiten liebt, sollte man auf dem Rückweg auf jeden fall beim Scandinavian Park vorbei schauen. Diese Raststätte mit großem Supermarkt liegt auf der deutschen Seite, hat aber allerhand skaninavische Lebensmittel im Angebot und das günstiger als in Dänemark selbst.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch in Flensburg Halt gemacht. Hier lohnt es sich aber auf jeden fall einen ganzen Tag einzuplanen und am besten eher früh da zu sein, um noch einen Parkplatz zu bekommen. Wir mussten zur Mittagszeit einige Parkhäuser abklappern, um noch einen freien Platz zu erwischen und es war generell auch schon ziemlich voll. Flensburg hat eine große Fußgängerzone, hier finden sich Geschäfte der großen Ketten, aber auch immer mal wieder typisch norddeutsche Marken wie Schietwetter oder Scandic.

Wenn man die Fußgängerzone dann ganz durchläuft, Richtung Hafen, kommt man in die Norderstraße, hier gibt es viele schnuckelige Cafés und man kann in hübsche Gässchen abbiegen. Am wohl bekanntesten ist der Oluf-Samson-Gang: die Häuschen mit den Stockrosen vor den Türen sind einfach zauberhaft. Außerdem findet man immer mal wieder Katzenbilder an den Wänden, haltet mal danach Ausschau.

Unten am Hafen angekommen ist ein Fischbrötchen von Ben’s Fischhütte ein absolutes Muss. Wir standen bei strömendem Regen schon 20-30 Minuten an, aber es lohnt sich auf jeden Fall! Wir hatten den Matjes und den Backfisch – und es hat sogar kurz aufgehört zu regnen, so dass wir im Trockenen essen konnten.

Auch die Rote Straße ist eine Empfehlung. In den tollen kleinen Lädchen kann man super nach Mitbringseln stöbern. Wir waren zum Bespiel in Keramik Zeiten: Hier gibt es viele verschiedene Vögel der Firma Wildlife Garden, schöne Papeterie und Keramik. Bei Contor und bei hereinspaziert gibt es besondere Dekoartikel. In den vielen kleinen Innenhöfen, die von der Roten Straße abzweigen, verstecken sich noch mehr Geschäfte, Cafés und Restaurants.

Glücksburg

Praktisch gleich nebenan, ca. 20 Minuten mit dem Auto östlich von Flensburg, liegt Glücksburg. Am besten man startet mit einem Frühstück im Café am Schloss. Die Auswahl ist wirklich toll, der Service sehr sympatisch und das Frühstück sehr liebevoll angerichtet. Danach kann man einen Abstecher ins Rosarium und sich dann auf den Weg zum Schloss machen. Der Weg führt erst durch den angrenzenden Schlosspark, über eine kleine Brücke, in den Innenhof und auf der anderen Seite wieder zurück. Geparkt haben wir auf einem großen Parkplatz beim Edeka. Hier sind 2 Stunden frei, was absolut ausreicht, da es außer dem Schloss und Rosarium nicht wirklich andere Sehenswürdigkeiten gibt.

Geheimtipp: Unikat Depot

Jetzt kommt mein absoluter Geheimtipp für alle Liebhaber von Shabby Chic, Vintage und dem Landhaus-Stil: Das Unikat Depot. Hier findet ihr wunderschöne restaurierte Möbel, Deko, altes Geschirr, Zinkwannen und vieles mehr. Der Perfekte Ausflug für einen regnerischen Tag, von dem es in Norddeutschland ja meist mindestens einen gibt – auch im Hochsommer. Und falls der Schrank für den Transport nach Hause leider doch nicht ins Auto passt, liefern sie auch nach ganz Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Mit unbegrenztem Budget wäre hier bestimmt das ein oder andere Schränkchen mitgekommen. So habe ich “nur” ein großes Bäckerbrett, eine alte Tarteform und zwei kleine Tontöpe gekauft.

Auflüge in die Natur: Wattwanderung und Naturschutzgebiete

Was bei einem Urlaub in Norddeutschland auch nicht fehlen darf ist eine Wattwanderung. Hierfür sind wir für einen Tag an die Nordsee nach Büsumer Deichhausen gefahren. Natürlich muss man hier vorher die Gezeiten checken, damit man zur richtigen Zeit da ist. Es empfiehlt sich kurz vor der Ebbe da zu sein, damit man mit dem noch ablaufenden Wasser raus laufen kann und somit genug Zeit hat auch weiter raus zu gehen und trotzdem rechtzeitig zurück zu sein, bevor die Flut zurückkommt. Die Wattwanderung hat super viel Spaß gemacht!

Wenn man viel Zeit in der Natur verbringen, einen augiebigen Spaziergang machen, oder besondere Vögel beobachten will, lohnt sich ein Ausflug ins Naturschutzgebiet Kleiner Binnensee und angrenzende Salzwiesen, Geltinger Birk und der Rundweg um den Ahrensee. Bei all diesen Gebieten lohnt es sich natürlich früh morgens da zu sein, da man dann meist alleine ist. Als Wildlife Fotograf rentiert sich das Naturschutzgebiet am Binnensee am meisten, da man hier relativ nah an die Vögel dran kommt, sie aber dennoch auch einen Rückzugsort haben. Außerdem läuft man hier auch ein langes Stück am Stand entlang, der zumindest morgens noch komlett menschenleer und sehr schön ist.

Ich hoffe euch hat dieser kleine Einblick in unseren Urlaub gefallen.

Was sind eure Tipps für Schleswig-Holstein?

Eure Shirin

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