Nachhaltiger Leben & Tipps zur Müllvermeidung – beim Lebensmitteleinkauf

Hallo ihr Lieben,

heute starte ich eine neue Reihe von Blogbeiträgen, das Thema: Mehr Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen. Waldbrände, heiße Sommer, Flutkatastrophen praktisch direkt vor der Haustür, der Klimawandel ist fast täglich präsent, Jahrzente lang sind wir unachtsam mit unserer Erde umgegangen, es wird Zeit, dass sich das ändert! Da die Politik in Sachen Nachhaltigkeit leider viel zu wenig macht, müssen wir selbst aktiv werden und unseren Beitrag leisten, auch wenn es noch so klein sein mag.

Jeder kann einen kleinen Beitrag leisten!

Wir versuchen in unserem Alltag immer mehr Nachhaltigkeit zu integrieren und ich dachte ich teile hier ein paar Tipps und Tricks mit euch. Vielleicht setzt ihr selbst bereits einiges davon um, aber vielleicht ist hier und da auch etwas neues für euch dabei. Ich hoffe ich kann euch vielleicht ein bisschen motivieren mehr Nachhaltigkeit in euren Alltag zu integrieren. Denkt daran es ist ein Prozess und viele kleine Schritte führen zum Erfolg. Ihr müsst euer Leben nicht von jetzt auf nachher komplett umstellen.

Less Waste nicht Zero Waste oder auch niemand ist perfekt

Ich teile hier meine liebsten “Less Waste” Tipps mit euch. Den Begriff Zero Waste finde ich meist eher irreführend, denn Müll komplett zu vermeiden ist nochmal ein komplett anderes Level, das wir so leider (noch) nicht umgesetzt bekommen.

Es wird mehrere Beiträge zu diesem Thema geben, da es mir sehr am Herzen liegt. Hier findet ihr eine Übersicht was für Beiträge ich in der nächsten Zeit hochladen werde. Falls euch noch Themen einfallen, die ich hier behandeln soll lasst es mich in den Kommentaren wissen!

  • Nachhaltigerer Küche – Lebensmitteleinkauf
  • Unverpackt einkaufen – Foi Neustadt
  • Saisonkalender
  • Nachhaltigere Küche allgemein
  • Nachhaltigeres Badezimmer
  • Nachhaltiger unterwegs & auf Reisen
  • Nachhaltigerer Kleiderschrank
  • Ein Besuch im Fair Fashion Laden Weltherz in Landau
  • Nachhaltiger Putzen

Teil 1: Küche – Lebensmitteleinkauf

Eine nachhaltigere Küche startet schon beim Lebensmitteleinkauf. Daher widmet sich mein erster Beitrag diesem Thema.

Ganz allgemein gilt versucht am besten regionale, saisonale, bio (oder noch besser Demeter) Produkte zu kaufen, die im Idealfall dann auch noch unverpackt bzw. in wiederverwertbaren Materialien verpackt sind.

Aber gleich zu meinem ersten Tipp. Macht euch einen Essensplan für die Woche und schreibt einen Einkaufszettel. Haltet euch dann an das was auf eurem Zettel steht (eine Tafel Schokolade extra ist natürlich erlaubt 😉 ). Somit kauft ihr im Idealfall nur genau das, was ihr später auch verwendet und vermeidet Lebensmittelverschwendung. Schaut bevor ihr einkaufen geht immer nach, ob ihr manche Zutaten vielleicht noch da habt. Braucht die älteren Dinge immer zuerst auf. Die meisten Dinge sind auch nach dem Mindeshaltbarkeitsdatum noch gut, vertraut eurem Seh- und Geruchssinn!

Wenn ihr zum Einkaufen losgeht: Einkaufstaschen/Körbe und Obst- und Gemüsenetze nicht vergessen!

Wo gehen wir einkaufen?

Wochenmarkt:

Wir gehen jeden Samstag auf den Wochenmarkt hier in Neustadt. Die Mädels und Jungs vom Martinshof Renner sind immer gut drauf und es gibt eine große Auswahl an regionalem saisonalem, unverpacktem Obst & Gemüse in Bio- und Demeter-Qualität. Die meisten Produkte sind direkt vom eigenen Hof in Böbingen, also praktisch ums Eck. Wenn Produkte zugekauft werden kommen sie aus der EU, um längere Transportwege zu vermeiden.

Wir sind immer recht früh morgens auf dem Markt, da hier noch wenig los ist. Bewaffnet mit einem großen Korb und Obst- und Gemüsenetzen kaufen wir hier fast alles an Obst und Gemüse, das wir für die Woche über benötigen. Das tolle ist, dass das Obst und Gemüse sehr gute Qualität hat und durch die kurzen Transportwege einfach viel länger hält. Frischer Pflücksalat zum Beispiel hält mindestens eine Woche, während der in Pastik verpackte Salat im Supermarkt meist schon nach ein bis zwei Tagen matschig oder soagr schimmlig ist. Dadurch, dass alles unverpackt ist kann man immer genau so viel kaufen wie man benötigt, was vor allem bei frischem Obst und Gemüse wichtig ist. Wenn ich beispielsweise nur eine Paprika für ein Gericht brauche kann ich hier eine kaufen, während es im Supermarkt meist immer noch die dreier-Packungen gibt, von denen man dann vielleicht eine wegwirft. Außerdem müssen die Lebensmittel hier keine Norm erfüllen, es gibt große und kleine Chinakohle, gerade und krumme Karotten, genau so wie es sich für die Natur gehört! Dies ist praktisch, denn manchmal braucht man eben nur einen kleinen Rotkohl oder einen kleinen Brokoli.

Unverpacktladen:

Vom Wochenmarkt geht es ein paar Meter weiter meist auch noch zum Unverpacktladen. Im Foi wird man direkt von den zwei lieben Mädels denen der Laden gehört begrüßt – sie sind immer gut drauf und für ein Pläuschchen aufgelegt. Hier findet ihr eine große Auswahl an trockenen Lebensmitteln wie zum Beispiel Getreide, Nudeln, Müsli etc., sowie Gewürze, Tee, Essige und Öle, aber auch nachhaltige Kosmetikartikel, Putzmittel und Zero Waste Zubehör. Das Sortiment wird stetig erweitert, seit neustem gibt es sogar eine Nussmus-Maschine. Natürlich gilt hier ein bisschen Vorbereitung, denn wenn ihr in den Unverpacktladen geht dürft ihr eure Behältnisse zum Abfüllen nicht vergessen. Das Konzept ist eigentlich simpel: ihr bringt eure Gläser/Beutel oder Tupperboxen mit, wiegt diese an der Waage neben der Tür ab und notiert das Gewicht. Dann könnt ihr eure Gefäße befüllen und das Leergewicht wird an der Kasse abgezogen. Wenn ihr etwas mehr Zeit mitgebracht habt könnt ihr es euch auch in der kleinen Caféecke mit einem Stück selbstgebackenem Kuchen und einer Tasse Kaffee gemütlich machen. Gibt es aber natürlich beides auch to-go im mitgebrachten Behältnis.

Wenn ihr also aus Neustadt kommt oder gerade mal in der Umgebung seid packt eure Gläser ein und schaut im Foi vorbei, die Mädels freuen sich sicher!

Weitere Unverpacktläden in der Region: Priska’s Unverpacktladen (ehemals Eddi’s Verpackungsfrei Einkaufen) in Mannheim und Unverpackt Landau.

Bioladen:

Im Bioladen kaufen wir meist unser Brot & unsere Brötchen (im mitgebrachten Baumwollbeutel), unsere Kartoffeln, Getränke und weitere kleine Dinge. Außerdem gibt es auch hier eine große Auswahl an unverpacktem Obst und Gemüse. Wenn man seine Gemüsenetze mal vergessen hat gibt es Papiertüten für lose Lebensmittel, die man prima ein paar mal wiederverwerten kann (zum Beispiel könnt ihr hier auch eure Avocado schneller reifen lassen wenn ihr sie zusammen mit einer Banane in die Tüte packt). In den meisten Bioläden werden auch Tupperboxen an der Frischetheke akzeptiert, so könnt ihr euch eure Wurst und euren Käse direkt in die Tupperbox packen lassen. Außerdem findet ihr in Bioläden auch eine Auswahl an Getränken in Glasflaschen, den Grapefruitsaft von Voelkle kann ich euch sehr empfehlen. In den meisten Bioläden gibt es mittlerweile auch kleine Unverpackt-Abteilungen z.B. mit losem Getreide, Hülsenfrüchten etc. zum Abfüllen.

Supermarkt:

Auch wenn ihr keinen Unverpacktladen oder Wochenmarkt in eurer Nähe habt könnt ihr Verpackung einsparen. In immer mehr Supermärkten findet man unverpacktes Obst und Gemüse oder zumindest mit weniger Verpackung. In manchen Edekamärkten gibt es neuerdings Unverpackt für Alle Produkte. Das sind vor allem trockene Lebensmittel, die in Pfandgläsern verpackt sind. Wenn das Glas leer ist könnt ihr es im Supermarkt wieder zurückgeben. In manchen Supermärkten werden ebenfalls Tupperboxen an der Frischetheke akzeptiert. Generell versuchen wir wenig Fleisch zu essen, wenn es doch mal Fleisch gibt achten wir darauf, dass es Bio-Fleisch ist, bei Fisch und Meeresfrüchten zeigt die MSC und ASC Zertifizierung an, ob das Produkt nachhaltig gefischt wurde. Haltbare Lebensmittel, die ihr häufig benutzt, wie Beispielsweise Reis, Mehl, Zucker in möglichst großen Packungen kaufen, um so Verpackung zu sparen. Seien wir ehrlich, auch wir schaffen es nicht komplett auf Plastik und Verpackung beim Einkaufen zu verzichten, denn der leckere Süßkram oder beispielsweise die Pommes sind dann doch leider meistens noch in Plastik verpackt. Aber wir versuchen einfach, wo es geht, auf Alternativen zurückzugreifen.

Aus dem eigenen Garten:

Wenn ihr einen grünen Daumen habt könnt ihr euch natürlich auch einiges an Obst und Gemüse in eurem eigenen Garten anbauen. Gartentipps von meiner Mama folgen auch noch auf dem Blog 😉 . Aber auch auf einem kleinen Balkon lassen sich beispielsweise schon Kräuter, Tomaten und Salate anbauen. Wenn ihr euch einen Quittenbaum in den Garten pflanzt könnt ihr euer eigenes Quittengelee einkochen oder ihr erntet den Salat zum Mittagessen direkt aus dem Garten. Außerdem könnt ihr hier natürlich auch einen Kompost anlegen und so eure Küchenabfälle wiederverwerten.

Zurück Zuhause: Lagerung der Einkäufe:

Informiert euch welches Obst und Gemüse am besten im Kühlschrank gelagert werden sollte und was man besser außerhalb lagert. Reinigt euren Kühlschrank regelmäßig und deckt offene Lebensmittel wie übriges Essen immer ab.

Tipp! Gemüse das schneller schlecht wird wie Beispielsweise Pflücksalat, Spinat, Rucola oder auch Kräuter lagern wir in einem leicht angefeuchteten Gemüsenetz im Kühlschrank, so bleibt alles sehr lange frisch. Sollte Gemüse doch mal in Plastik verpackt sein macht die Packung am besten auf oder füllt sie um sonst werden die Sachen schneller schlecht.

Natürlich gibt es noch viel mehr Tipps für nachhaltigeres Einkaufen, aber da dieser Beitrag schon ziemlich lang geworden ist war es das erstmal von meiner Seite.

Habt ihr noch Tipps für nachhaltigeres Einkaufen? Lasst uns eure Tipps in den Kommentaren sammeln!

Eure Shirin

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