Die Cotswolds im Sommer

Hallo ihr Lieben,

das Wetter ist endlich schön herbstlich und ich schwelge in Erinnerungen an die schönen Cotswolds in England – irgendwann will ich die kleinen Dörfchen auch mal im Herbst besuchen: enge Gässchen, charmante Cottages aus Sandstein, kleine Brücken über Wasserläufen, Weiden und Felder soweit das Auge reicht. Und ein Dörfchen süßer als das nächste. So sehr ich London als Großstadt auch liebe, die englische „countryside“ ist einfach ein Traum!

Tagesausflug in die Cotswolds

Während unseres London-Urlaubs haben wir an einem Tag auch einen Ausflug auf’s Land gemacht. August ist leider nicht unbedingt die beste Zeit dafür, da während der Ferienzeit im Sommer viele Dörfchen sehr überlaufen sind. Vor allem in den bekannteren ist für meinen Geschmack etwas zu viel Trubel gewesen. Es empfiehlt sich demnach möglichst früh morgens aufzubrechen, um dem etwas zu entgehen. Da es in den Cotswolds praktisch keine öffentlichen Verkehrsmittel gibt, bietet es sich gut an ein Auto zu mieten. Oder man bucht sich eine Tagesreise mit einem Bus von London aus, die können aber recht teuer werden und nehmen einem natürlich ein Stück an Flexibilität. Wer sich Fahren im Linksverkehr also zutraut, sollte zu der Auto-Option greifen. Ich war hierbei recht froh, nicht selbst fahren zu müssen. Vor allem bei den engen Gassen und schmalen Straßen, durch die dann auch noch ein reger Verkehr von anderen Autos und Bussen herrscht.

Ein Auto kann man am besten am Heathrow Airport mieten, denn um den Verkehr in der Innenstadt zu reduzieren, muss man in London eine ziemlich hohe Gebühr zahlen, wenn man dort hindurch fahren will. Außerdem ist der Heathrow Airport schon mal in der richtigen Richtung auf dem Weg zu den Cotswolds und gut mit der Bahn zu erreichen. Mit Shuttle Bussen kommt man dann gut zu den verschiedenen Autoverleihern. Es empfiehlt sich übrigens vorher die Karte auf Google Maps runterzuladen, auf dem Land hat man wirklich sehr schlechten Empfang. Im Nachhinein hätte ich auch gerne unsere Route etwas besser geplant; wir sind einfach mal drauflosgefahren, was mit schlechter Internetverbindung etwas schwieriger war.

Castle Combe

Castle Combe ist eines der bekanntesten Dörfer in den Cotswolds. Unter anderem gibt es hier auch eine wunderschöne Brücke, die auf Instagram sehr beliebt zu sein scheint, weshalb dort auch dementsprechend viel los war. Ohne die ganzen Menschenmassen, lohnen sich die Aufnahmen von dort auch bestimmt, aber ich bin, bis auf das eine selbst nicht dazu gekommen, da sonst immer Menschen im Bild gewesen wären. Sehr beliebt unter der Instagram-Community ist auch das Manor House dort, welches mit wildem Wein bewachsen und vor allem im Herbst sehr schön ist. Da es aber ein fünf Sterne Hotel ist, ist man als Nicht-Hotelgast nicht gerne auf dem Gelände gesehen. Insgesamt würde ich Castle Combe das nächste Mal eher außen vor lassen, zumal es auch sehr weit süd-westlich, also schon fast bei Bristol liegt uns somit weit weg von den anderen Cotswolds Dörfchen ist.

Bibury Village & Arlington Row

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Malmesbury – es lag auf dem Weg – und Mittagessen im “The Trouble House” sind wir dann in Bibury angekommen. Zu diesem Zeitpunkt war es schon früher Nachmittag und super voll. Wir wollten auf dem großen Parkplatz des Dorfes parken, was sich allerdings als recht schwierig erwies, da dort das totale Verkehrschaos herrschte: Autos, die versucht haben an Bussen und Wohnwägen vorbeizukommen und dazwischen immer wieder Masse von Fußgängern, die kreuz und quer zwischen den Autos durchgelaufen sind. Diesen Stopp legt man wohl besser gleich auf den Morgen, damit noch weniger los ist. Es hat sich aber dennoch gelohnt. Bibury ist an sich schon sehr schön; mit seinem Bach, einem wunderschönen Hotel und einer Forellenfarm. Das Highlight ist aber das bekannte Sträßchen „Arlington Row“. Die Reihe romantischer Cottages bietet die perfekte Möglichkeit Fotos zu machen. Von Alrintgon Row kann man dann auch wunderbar durchs Grüne zurück zum Parkplatz laufen.

Geheimtipp: Cerney House Gardens

Zum Schluss noch ein Geheimtipp! Der Cerney House Garden ist definitiv einen Besuch wert und vor allem nicht überlaufen. Der Eintritt kostet 6 Pfund, bezahlt wird in einem kleinen Häuschen am Eingang der „Honesty Box“. Ebenso wie im ganzen Garten, dem dazugehörigen Shop und Café gibt es auch dort kein Personal, das Ganze basiert auf Vertrauensbasis. Überall sind lediglich Barkassen und PayPal bzw. EC-Geräte aufgestellt. Der Garten ist sehr weitläufig, wunderschön angelegt und es gibt auch noch einen romantischen weißen Pavillon. Der Hauptgarten ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt. Es gibt zum Beispiel einen Abschnitt mit Heilpflanzen, einen Duftgarten und einen Obst- und Gemüsegarten. Im Sommer ist natürlich der perfekte Zeitpunkt, um den Garten in seiner vollen Pracht zu sehen. Man kann also gemütlich über das Gelände schlendern und sich dann im Café ein Stück selbstgebackenen Kuchen und Kaffee, Tee oder Schorle mit verschiedenen Sirups zu Auswahl holen und diese auf einer kleinen Terrasse genießen. Ich habe mir auch noch zwei Karten gekauft, da mir das Konzept sehr gut gefallen hat und ich den Besitzer unterstützen wollte.

Nach diesem krönenden Abschluss ging es für uns wieder Richtung London, denn wir waren ziemlich fertig und mussten das Auto ja auch wieder zurückgeben.

Falls ihr euch die Costwolds auch anschauen wollt, empfehle ich euch mehrere Tage dafür einzuplanen, einfach weil es so viel zu sehen gibt und die Orte dann doch immer ein ganzes Stück auseinander sind. Es steht auch auf jeden Fall noch auf meiner To-Do-Liste, am liebsten im Herbst, wenn es so richtig schön gemütlich und neblig ist.

Ich hoffe ihr habt auch mal die Möglichkeit diesen schönen Fleck Englands zu sehen! Als nächstes teile ich noch meine Oxford Tipps mit euch, bevor es so richtig in die Inspiration für meine liebste Jahreszeit, den Herbst, geht.

Eure Shirin

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